Hund, Katze, Kobra & Co. – Was hat Yoga eigentlich mit Tieren zu tun? | Dog, Cat, Cobra – What has yoga got to do with animals?

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum so viele Yoga-Übungen Tiernamen tragen? Was die indische Lehre mit Tieren zu tun hat und was wir von unseren vierbeinigen Verwandten lernen können, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Yogis hinterfragen die Namen der Asanas oft gar nicht mehr. Neulinge dagegen wundern sich über die kuriosen Bezeichnungen: Den „Fisch“, die „Taube“ und sogar ein „Kamel“ gibt es unter den Yoga-Übungen. Doch was hat es mit diesen Bezeichnungen auf sich? Imitieren Yoga-Praktizierende etwa Tiere?

Tatsächlich! Der Grund: Tiere nehmen gewisse Haltungen instinktiv an, um eine wohltuende oder vorteilhafte Wirkung zu erzielen. Das haben sich die Yogis einfach abgeguckt. Tierisch clever, oder? Das klassische, aber wohl auch sehr einleuchtende Beispiel ist der „Herabschauende Hund“.

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Wilma übt den herabschauenden Hund – freiwillig, versteht sich ;-). Foto: Sarah El-Safty; bearbeitet von: Guido Kril

Kaum jemand hat es noch nicht beobachtet: Unmittelbar nach dem Aufwachen strecken sich Hunde – das Gesäß in die Höh, der Kopf zeigt nach unten. Warum? Das Strecken dient dazu, die Muskeln zu aktivieren, die Durchblutung zu fördern und den Kreislauf in Schwung zu bringen.

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Und direkt im Anschluss an den herabschauenden Hund praktiziert Wilma natürlich den heraufschauenden Hund – wie sich das gehört. Foto: Sarah El-Safty; bearbeitet von: Guido Kril

Außerdem löst die Streckung Verspannungen und sorgt somit für ein wohltuendes Gefühl – für den Menschen ganz genauso wie für seinen liebsten Weggefährten.

Deshalb darf der herabschauende Hund – gefolgt vom heraufschauenden Hund oder der Kobra – in keinem Sonnengruß fehlen.

Relax your back – arch like a cat!

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Der dicke Kater „Fritzchen“ in einem Katzenbuckel – wenn auch kein typischer. Hier wird deutlich: Der Katzenbuckel verschafft ihm einen Vorteil – er kommt an das Wasser. Foto: Verena Girndt

Da ist es keine Überraschung, dass sich die frühen Yogis auch den Katzenbuckel von den schnurrenden Vierfüßlern abgeguckt haben. Die Asanas „Katze“ ist kraftvoll und entspannt zugleich.

Sie dehnt und kräftigt den Rücken, indem sie die Wirbelsäule mobilisiert. Daher hilft sie bei Verspannungen im Rücken und im Nackenbereich und regt außerdem die Verdauung an.

Auch ist sie ein hervorragendes Mittel gegen Müdigkeit und Stress. Besonders effektiv wirkt die „Katze“ übrigens in Kombination mit der „Kuh“. In diesem Video siehst du, wie das geht. Die Katze-Kuh-Sequenz ist perfekt für Anfänger geeignet, also nichts wie los!

Eagle eyes and butterflies

Andere Yoga-Übungen können wir als Metaphern verstehen. So brauchst du etwa für den Adler einen fokussierten Blick – Adleraugen – um das Gleichgewicht nicht zu verlieren, und löst mit der Kobra Aggressionen und negative Gefühle. Nachdem du den Fisch praktiziert hast, fühlst du dich „munter wie ein Fisch im Wasser“ und im Schmetterling erfährst du ein Gefühl der Leichtigkeit.

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Fritzchen beschnuppert die Yoga-Matte.
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Wilma spielt mit meiner Klangschale…

Übrigens: Sowohl Katzen als auch Hunde finden Yoga offenbar ziemlich spannend. So auch unser dicker Kater Fritzchen (links) und die kleine Wilma von meiner Freundin Sarah (rechts).

 

 

 

English version

Have ever wondered why so many yoga poses bear animal names? In this blog article you will learn, in how far the Indian teaching is related with animals and what we can learn from our four-footed relatives.

A lot of yogis don’t question the meanings of the names of the asanas any more. Beginners, however, find the strange names particularly funny: There is a “fish”, a “pigeon” and even a “camel” among the yoga asanas. But what are those terms all about? Do yogis, by any chance, imitate animals?

Indeed! The reason: Animals instinctively get into certain poses to achieve a comfortable or beneficial effect. Yogis simply copied those postures. Beastly crazy, right? The classic, however, most obvious example is the “downward-facing dog”.

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Wilma is practising downward facing dog… voluntarily, of course. Photo: Sarah El-Saftly, edited by: Guido Kril

Stretch like a dog!

Hardly no one hasn’t watched it: After a nice nap, dogs are stretching – buttocks in the air, head facing downward. Why? The stretch serves to activate the muscles, to promote blood circulation and to reactivate the body.

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And directly afterwards, Wilma naturally goes into upward facing dog! Photo: Sarah El-Safty; edited by: Guido Kril

Moreover, it relieves muscle tension and therefore creates a pleasant effect – for human beings as well as for their dearest companions.

Therefore, both downward-facing dog and upward-facing dog (or cobra) are part of every Sun Salutation!

Relax your back – arch like a cat!

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Our fat cat „Fritzchen“ arches its back – although not in a typical way. What is obvious: This position is beneficial for him – he can reach the water.

It’s no surprise that the early yogis also copied the pose “cat” from the purring kittens. The asanas is powerful and relaxing at the same time. It stretches and strengthens the back simultaneously by mobilizing the spine.

Therefore it helps to relieve tensions in the neck and in the back. It also stimulates digestion and is a good remedy against fatigue and stress.

The “cat” is particularly effective in combination with the “cow”. Watch this video to learn more. By the way, this “cat-cow-sequence” is perfect for beginners, so go for it!

Eagle eyes and butterflies

There are also asanas that we can regard as metaphors. For “eagle pose”, for example, you need to have an eagle eye to keep your balance. And imitating a “cobra” helps to relieve aggressions and negative feelings. After having practised the “fish pose”, you feel lively like a fish in the water and the “butterfly” gives you a feeling of lightness.

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Fritzchen discovers my yoga mat…
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…and Wilma considers my singing bowl as a toy.

By the way: Both cats and dogs seem pretty excited about yoga. Look at our fat cat “Fritzchen” (on the left) or my friend’s dog “Wilma” (on the right).

 

 

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